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Nachnutzung der ehem. Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Alpenverein e.V.
Erhaltung und Nachverdichtung - Ensemble aus Bestand und Erweiterungen
23 Wohnungen

Auf dem Grundstück der ehemaligen Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Alpenverein e.V. ist die Sanierung aller Bestandsgebäude, deren Umbau zu Wohnungen und die Erweiterung um zusätzliche Baukörper geplant. So sollen durch das Vorhaben unter Beibehaltung der vorhandenen Bausubstanz insgesamt 23 Wohnungen entstehen.

Für die Wohnungen in den westlichen Gebäuden wird die Erschließung über einen Laubengang vorgesehen, wodurch die zwischen diesen Gebäuden befindliche Treppe obsolet wird. Dieser Bereich soll stattdessen ebenfalls dem neu entstehenden Wohnraum zugeordnet werden. Zusätzlich ist eine Erweiterung des Baukörpers nach Süden vorgesehen.
Die teils großflächigen Dächer der Bestandsgebäude sollen durch eine kleinteilige Satteldach- Landschaft in Holzbauweise ersetzt werden, wodurch die Baukörper als einzelne kleinere Einheiten wahrgenommen werden.
Gezielt gesetzte Rücksprünge in den Dachgeschossen verstärken die Untergliederung der Baukörper und verbessern die Belichtungssituation auf dem Grundstück. Ebenso wird durch die Terrassierung zwischen dem Stadtraum der Allacher Straße und der Wohnbebauung vermittelt und durch eine dem Quartier entsprechende Höhenentwicklung auf den Fußgänger eingegangen.
Die leichte Holzbauweise der Dächer und die Ausführung der Fassadenbekleidungen mit Holzschalungen bieten eine ansprechende architektonische Gestaltung, unterstützen in ihrer Materialität die kleinmaßstäbliche Wirkung der Baukörper und tragen gemeinsam mit dem schönen Baumbestand auf dem Grundstück zu einer freundlichen und einladenden Atmosphäre bei. Das eingeschossige Eingangsgebäude soll erhalten bleiben und in einen Gemeinschaftsbereich umgenutzt werden, der dem neuen Quartier eine zusätzliche Wohnqualität verleihen soll.
Im Osten, an der Spitze des Grundstücks, soll ein zusätzlicher dreigeschossiger Neubau ebenfalls in Holzbauweise entstehen, der als Hochpunkt an der markantesten Stelle des Grundstücks platziert ist und dabei der Bebauung eine städtebaulich klare Kontur verleiht. Hier werden ebenso zwei kleine Satteldächer aufgesetzt damit sich der Neubau gut in das Ensemble einfügt. Der Baukörper soll über ein außenliegendes Treppenhaus mit dem Bestand verbunden werden, um die derzeit für die Wohnnutzung sehr ungünstige Erschließung für Haus 2 zu verbessern.